Es ist etwas ruhig hier geworden, sorry, Wohnortwechsel steht an...
Dafür habe ich eine Geschichte gefunden, eine Satire, die ich als Teenie im Jahr 1997 geschrieben habe. Natürlich muß ich die ganz dringend mit euch teilen;)
Ist ja wirklich toll, was sich die Herren der Arbeitslosigkeit wieder erlaubt haben. Haben sie eine Sache so phantastisch hinbekommen, werden sie übermütig und beginnen eine Neue. Sie wissen sicher, was sie nun (endlich, hat auch lange genug gedauert) ausgeheckt haben.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren lokalen Ortsvorsteher oder die hiesige CDU.
Gentechnologie nennt sich das neue Projekt. Wirklich gut, kann ich nur sagen. Ich kann es Ihnen sogar tausendmal sagen, damit Sie wissen, WIE gut es ist. Da sollen die Tomaten noch kleiner und farbloser werden als sie es eh schon sind. Alles im Sinne der Forschung, sagt Gemüse.
Wußten Sie schon, dass es bald Kuerde geben wird? Nach den Plänen der Regierung sollen diese neuartigen Tiere Milch geben, aber gleichzeitig sehr schnell und sogar für Turniere zu gebrauchen sein.
Insider lassen wissen, dass sie selbst die Kamele in den Vereinigten Arabischen Emiraten weit hinter sich lassen. Besser kann es doch gar nicht laufen.
Wir haben schon die wenigsten Arbeitslosen und dann noch ein neues Tier. Bald beherrschen wir den Weltmarkt, und machen dann alles, was wir wollen. Wir schmeißen alle deutschen Arbeiter aus den Betrieben und stellen statt dessen ausländische ein, die sind immerhin noch teurer als wir.
Das wird der Wirtschaft einen regelrechten Boom bescheren, und Deutschland wird steinreich, wenn nicht sogar schuldenfrei.
Es wird ein neuer Finanzminister eingestellt, so einen wie Peter Graf oder Marcel Avram. Dann haben wir nichts mehr zu befürchten.
Aber zurück zur Gentechnologie. Weiße, erbsengroße Tomaten und olivgrüne, fußballgroße Erbsen. Die Nahrungsmittelversorgung ist gewährleistet. Überfluß. Schade, dass wir der dritten Welt wegen Lebensmittelknappheit nichts abgeben können.
© Sargkasten

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